Daniel halber Mensch
Im Juni 1945 kommt ein junger Mann in eine deutsche Stadt. Hier hat er seine Kindheit und Jugend verbracht. Während er Plätze und Straßen sieht, die ihm einmal Heimat waren, erinnert er sich an Armin, seinen besten Freund und später erbittertsten Feind. Daniel und Armin, der eine Sohn aus großbürgerlicher Familie, der andere Proletarierkind, sind unzertrennliche Blutsbrüder, glühende Verehrer der ""Bewegung"", die einen neuen deutschen Menschen formen will. Doch für Daniel zerplatzen die Träume, seine Mutter ist Jüdin. Ihn will man nicht, nicht in der Schule, nicht im Fußballverein, nicht als Freund. Nur Armin hält zu ihm, bis der Druck zu groß wird. Hin-und hergerissen zwischen seiner Treue zu Daniel und seiner Treue zum Führer entscheidet er sich gegen Daniel, er verrät seinen Freund. Warum ist Daniel zurückgekehrt in diese Stadt, die mit so schönen und so schrecklichen Erinnerungen verbunden ist? Daniel weiß es selbst nicht, aber er weiß, dass er hier für sich noch einiges klären muss.
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